Ein Haus auf dem Lande
– wer wünscht sich das nicht. Den hektischen Alltag hinter sich lassen und seine innere Ruhe und Ausgeglichenheit wiederzufinden. In der Stadt sind wir einer verwirrenden Fülle an Reizen ausgesetzt und wir stehen oftmals unter einem stillen, aber allzeit präsenten Zwang, aus dem Haus zu gehen, mehr zu unternehmen, mehr zu erleben. Aber all die Dinge, mit denen wir uns beschäftigen könnten, schmälern doch auch auf irgendeine Art das Vergnügen an dem, was wir gerade tun. Je älter man wird, desto mehr erkennt man dies. Auf dem Land ist das meist ganz anders. Hier zieht das Leben nicht in gleicher Weise an uns vorüber – alles spielt sich in beschaulicherem Tempo ab. Wir haben wieder Zeit, den Augenblick zu genießen, Ereignisse zu planen, ihnen freudig entgegen zusehen und sie im Nachhinein noch einmal Revue passieren zu lassen. Man hat nicht die permanente Qual der Wahl, die letztlich ebenso anstrengend ist, wie sie anfänglich belebend erscheint. Landleben bedeutet, auf sich selbst angewiesen zu sein, und es beflügelt dazu, Dinge, Beziehungen und Ereignisse zu pflegen – die Auswahl mag geringer sein, doch was und wen wir vorfinden, erlangt vergleichsweise größere und bewusster empfundene Bedeutung.











