Nun ist unsere erste Amtshandlung im neuen Jahr die Einholung der vom Denkmalschutzamt geforderten Befunduntersuchungen zur Farbgebung der angegebenen Fenster, Wände und des Tores.
Nach dem Erhalt der Baugenehmigung hegten wir erneut die Hoffnung, dass wir bei einem persönlichen Gespräch dieses Gutachten evtl. abwenden könnten. Die Leiterin der unteren Denkmalschutzbehörde hörte sich unsere Stellungnahme an, zeigte sich sehr verständig und versicherte uns, nochmals alles prüfen zu lassen um unnötige Kosten zu vermeiden.
Schon zwei Tage später erhielten wir dann von unserer Sachbearbeiterin ein Schreiben, in dem stand, sie habe nochmals eingehend alle ihr vorliegenden Unterlagen geprüft und teilt uns hiermit die Konkretisierung zur erteilten Baugenehmigung mit. Dann folgt exakt die Formulierung aus der Baugenehmigung aus Punkt 2.1, die ich Euch diesmal ersparen möchte. (Siehe mein Post vom …. zur Baugenehmigung)
Man kommt sich auf Deutsch gesagt ziemlich vera…. vor und es drängt sich einem der Gedanke auf, dass die Sachbearbeiterin wahrscheinlich darüber verärgert war, dass wir nicht mit ihr, sondern mit ihrer Vorgesetzten gesprochen haben. Wobei ich trotzdem davon ausgehe, dass es uns auch nichts genützt hätte, wenn wir es andersherum versucht hätten.
Jedenfalls ließen wir dann auf dem Amt nachfragen, wer denn ein solches Gutachten erstellen könnte und man gab uns drei Adressen. Von diesen drei Adressen existierten zwei schon nicht mehr, was uns irgendwie sonderbar vorkam. Anscheinend erteilt die untere Denkmalschutzbehörde solche Auflagen nicht so oft, da sie ungültige Adressen weitergibt. Das hinterlässt bei uns erneut einen bitteren Beigeschmack und das Gefühl, alles mögliche und unmögliche an Auflagen aufgedrückt zu bekommen, was nur irgendwie denkbar ist. Ganz davon zu schweigen, mit welcher Ignoranz und Arroganz Kosten verursacht werden, die wir bezahlen müssen.
Mein Mann hat fast einen ganzen Tag mit Recherchen im Internet und Telefonaten zugebracht, bis wir endlich einen Restaurator fanden, der bereit war, innerhalb von ein paar Tagen vorbeizukommen. Dieser Mann war sehr nett und war der Meinung, dass das geforderte Gutachten absolut unsinnig sei. Denn Wände, Tor und Fenster seien nachweislich aus unterschiedlichen Zeiten, so dass sich daraus im Grunde kein historisch fundiertes Farbkonzept ergibt.