… wird es sehr kompliziert!
Nun gut, es gab da ja noch die ILE. Die Gelder für diese Fördermaßnahme verteilt die EU und will damit speziell ländliche Gebiete fördern, in denen es keine Industrie und sonstigen Arbeitsplätze gibt. Wir ließen uns also von der ILE mehrmals, in größeren Abständen beraten bis wir uns schließlich tatsächlich entschlossen, diese Förderung in Anspruch zu nehmen.
Und da fingen die Probleme an. Denn die Zimmervermietung sollte immer mein Geschäft werden, wobei im Kaufvertrag mein Mann als Eigentümer angegeben ist. Außerdem wird er alle Baumaßnahmen auch bezahlen. Das ist in den Formularen aber so nicht vorgesehen. Mein Mann hat ein Geschäft und möchte keine Zimmervermietung machen – das will ja ich. Die ILE sagt nun, dass wir Fördergelder nur dann bekämen, wenn mein Mann offiziell den Antrag stellt und ich dann eben nur angestellt werde. Das war eigentlich nicht das, was wir wollten, aber es gab keinen anderen Weg.
Bedenkzeit hatten wir zum Schluss keine mehr, denn obwohl im Formular selber als Abgabetermin der 15. Januar 2012 angegeben war (und auch im Internet), war Abgabeschluss inoffiziell bereits der 10. Oktober 2011. Das hatten wir eigentlich auch nur zufällig erfahren und fielen damals wirklich aus allen Wolken. Nachdem unser Antrag von der zuständigen Sachbearbeiterin bearbeitet war, kamen die dersten Nachforderungen. Seltsamerweise war die Dame mit der Anordnung der Giebelfenster nicht einverstanden und wollte zusätzlich schon genau wissen, wie die Profilierung der Fenster sein würde. Dies wollte noch nicht einmal der Denkmalschutz, denn das sind Dinge, die sich während der Bauphase entscheiden und vom Denkmalschutz Zug um Zug genehmigt werden. Wir hatten in diesem Stadium ja noch nicht einmal einen Fensterbauer. Wir kontaktieren dann diese Dame und stellten fest, dass sie sich wohl übergangen fühlte und uns tadelte, dass wir nicht vor Einreichung des Antrages mit ihr Kontakt aufgenommen hätten um diese Details zu besprechen. Aber wir hatten ja eine Ansprechpartnerin und die hatte uns nie an jemand anderen verwiesen.
Wir machten also einen Termin und fuhren gemeinsam mit unserem Architekten zur ILE nach Neuruppin.