Mir ist gerade erst aufgefallen, dass ich Euch unser Nesthäkchen Charly noch gar nicht vorgestellt habe. Und dabei wohnt sie – ihr Name ist bei uns die Kurzform von Charlotte – schon seit zwei Monaten bei uns. Sie ist eine neugierige, verschmuste und aufgeweckte kleine Siamesin, die alle anderen im Hause im Moment ganz schön auf Trab hält.
Aber Mia hat selbstverständlich immer noch das Sagen!
… und diese Fotos sagen mehr als alle Worte!
Nur Hexe ist über den erneuten Familienzuwachs nicht erfreut und nun wohl endgültig zu unseren Nachbarn umgezogen. Nachts kann ich sie manchmal dazu bewegen, kurz in die Wohnung zu kommen und etwas zu fressen – aber dann will sie sofort wieder raus. Darüber bin ich natürlich ein bißchen traurig, aber es geht ihr gut und in den Scheunen und auf den Wiesen fühlt sie sich anscheinend am wohlsten.
Das hatten wir uns nach diesem langen und kalten Winter und dem anschließenden Hochwasser auch redlich verdient. Nur auf die Mückenplage hätten wir gerne verzichtet. Da das Wasser nur sehr langsam ablief und die vielen stehenden Gewässer eine ganz schöne Brühe bildeten, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, dass wir abends oft die Flucht ergriffen und von der Terrasse auf unsere „heiß“geliebte Kücheneckbank flüchteten.
Aber auch das haben wir inzwischen überstanden, die Buhnen der Elbe sind wieder sichtbar und unsere Amy freut sich jeden Tag auf ihr abendliches Bad im kühlen Nass.
Unsere Storcheneltern haben sich natürlich über das unerschöpfliche Insektenangebot riesig gefreut und ihre vier Jungen sind inzwischen so groß, dass man sie von den Eltern kaum unterscheiden kann. Anfangs sahen wir immer nur drei Storchenbabys, bis wir das Nesthäkchen entdeckten. Die Armen müssen den ganzen Tag in voller Sonne in ihrem Nest verbringen, denn fliegen können sie noch nicht. So sind Mama und Papa Storch ununterbrochen damit beschäftigt, genug Nahrung und vor allem Wasser in ihre Penthousewohnung zu transportieren.
Mit Hochdruck haben wir nun auch daran gearbeitet, die Backstein- und Holzverkleidung unseres neuen Hauses fertigzustellen. Sollten wir die Endabnahme nun endlich von Bauamt und Denkmalschutz erhalten (siehe „Immer zum Nachteil des Bürgers“, Februar 2013) hätten wir tatsächlich eine große Hürde genommen und wir könnten das erste Kapitel unserer anstrengenden Reise beenden.
Wir können es immer noch nicht so richtig glauben, dass uns dieses Jahrhunderthoch-wasser verschont hat und hier in der Lenzerwische alle Häuser – bis auf einige Keller – trocken geblieben sind. Die Elbe überschritt in diesem Jahr die Pegelstände der „Jahrhundertflut“ von 2002 zeitweise um 60 bis 90 Zentimeter. Unser Deich kann Wasserfluten bis 7,20 Meter standhalten und so waren wir ganz schön nervös, als die Elbe vor unserem Haus schließlich 6,67 Meter erreichte. Nicht nur auf unserem Grundstück hat sich ein großer See gebildet, auch bei unseren Nachbarn staute sich das viele Wasser.
Gerettet haben uns letztendlich natürlich die vielen Deichbrüche oberhalb der Elbe und in Gedanken sind wir bei all diesen Menschen, die teilweise ihr Hab und Gut komplett verloren haben. Es stehen ja immer noch viele Dörfer unter Wasser und es wird noch Wochen dauern, bis alle wieder in ihre Häuser – oder was davon übrig geblieben ist – zurück dürfen. Auch in Dömitz stand das Wasser nur bei der großen Flut von 1888 höher, Hafen und Schleuse waren überflutet und mussten mit Sandsäcken gesichert werden.
Die Schleuse in DömitzDer Hafen in Dömitz
Sehr beeindruckt hat mich die große Hilfsbereitschaft der vielen Menschen, die in den Überschwemmungsgebieten überall dort halfen, wo Not am Mann war. Selbst wir bekamen Hilfe von Freunden aus Berlin, die sofort kamen, um uns beim Sichern unseres Hauses zu helfen, Sandsäcke füllten, Fenster und Türen abdichteten und die Deiche bewachten. Vielen Dank an dieser Stelle an Euch und auch alle anderen Helfer in Deutschland.
Nun sinken die Pegelstände langsam wieder und der Katastrophenalarm ist seit gestern aufgehoben. Es liegen zwei Wochen harte Arbeit hinter uns, in denen wir uns erst auf das Hochwasser vorbereiteten und nun alles wieder an seinen angestammten Platz zurückbringen. Unzählige Male sind wir Treppen hoch und runter gelaufen, aber das macht uns nichts – haben wir doch alles unbeschadet überstanden und können nun Ende der Woche wieder zur Tagesordnung übergehen. Aber viele Tausend Menschen können das nicht und wir hoffen nur, dass ihnen wenigstens finanziell schnell geholfen wird. Die Natur hat uns erneut gezeigt, wer das Sagen hat!
Unsere Störche freuen sich allerdings über das viele Wasser, denn das bedeutet reichlich Nahrung für die drei Jungen. Des einen Leid ist eben des anderen Freud!
Kaum zu glauben, aber wir waren heute morgen eingeschneit! So kommen wirklich keine Ostergefühle auf und zum Eierfärben habe ich irgendwie auch keine Lust. Angeblich ist es der kälteste März seit es Wetteraufzeichnungen gibt.
Nach dem ersten Schreck habe ich dann das Beste daraus gemacht und einfach mal wieder einen Schneemann gebaut. Ist er nicht toll geworden?
Ohne Amy`s Hilfe hätte ich das natürlich nicht geschafft!
Und zur Belohnung sind wir dann noch lange spazieren gegangen.
Sicher kann in diesem von Bürokraten regierten Deutschland keiner sein – und erst recht nicht in Brandenburg.
Wir sind mal wieder um eine Erfahrung reicher. Nach Brandenburgischer Bauordnung gemäß §76 Abs.3 braucht man noch (in den meisten anderen Bundesländern ist dies schon lange abgeschafft) vor Einzug in ein neues Haus die Nutzungsfreigabe durch das Bauamt. Das Bauamt kontrolliert also, ob das Haus lt. Baugenehmigung gebaut wurde und allen Sicherheitsvorschriften entspricht, z.B. Treppengeländer, Absturzsicherungen an Balkon etc. Obwohl dies bei uns der Fall ist, wurde uns trotzdem nur eine Teil-Fertigstellung und Nutzung unseres Wohnhauses genehmigt. Selbstverständlich nach Aktenlage, die Kosten belaufen sich daher „nur“ auf 148,– €.
Schuld daran ist der Denkmalschutz. Denn die Außenverkleidung konnte wetterbedingt im letzten Jahr nicht mehr fertiggestellt werden. Und bis April wird dies wohl auch so bleiben. Die Denkmalschutzbehörde erteilt die Genehmigung aber nur, wenn auch die Außenfassade an unserem Neubau(!) fertig ist. Dabei könnte ein Teil der Backsteinfassade bereits begutachtet werden und auch das Holz für den Anbau ist schon angeliefert. Was sollten wir also noch anders bauen?
Aufgrund der fehlenden Endabnahme weigert sich aber die Versicherung, unsere Bauwesenversicherung in eine reguläre Feuer- und Hausratversicherung umzuwandeln. Sollte unser Haus also zur Zeit abbrennen, ist im Prinzip nur der Rohbau versichert. Aufgrund rein optischer Restarbeiten, die wir wegen des eisigen Wetters nicht zu verschulden haben, verweigert uns der Denkmalschutz also die Abnahme und setzt uns dem Risiko der Unterversicherung aus. Unglaublich, aber wahr!
Interessant wird es aber erst, wenn man sich die Definition des Finanzamtes zur Bezugsfertigkeit ansieht, wenn es um die Bewertung unseres Hauses, und damit um Steuerzahlungen, geht. Da steht nämlich
„Gebäude sind als bezugsfertig anzusehen, wenn den zukünftigen Bewohnern oder sonstigen Benutzern zugemutet werden kann, sie zu benutzen. Der tatsächliche Einzug als auch die Abnahme durch die Bauaufsichtsbehörde sind für den Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit nicht entscheidend. Geringfügige noch fehlende Restarbeiten (z.B. Tapezierarbeiten, Außenputz) schieben den Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit nicht hinaus.“
Jedes Amt stellt also seine eigenen Regeln auf, ohne sich mit anderen Ämtern, intern und untereinander abzusprechen. Es interessiert auch keinen. Dafür schickt uns das Finanzamt aber Formulare und will u.a. wissen, wie wir heizen, ob und wieviele Wasser- oder Trockenklosetts wir haben und ob diese sich innerhalb oder außerhalb der Wohnung befinden. Das Finanzamt will auch wissen, in welchen Zimmern wir „bessere“ Fußböden haben und vergleicht dabei Intarsienparkett mit Veloursboden. Hammerhart!
Auf jeden Fall ist einmal mehr bewiesen, dass der Staat immer zu seinen Gunsten entscheidet und der Bürger einfach auf der Strecke bleibt. Wir sind immer die Dummen!
Das ist unsere Amy. Ist sie nicht eine besonders hübsche junge Golden Retriever-Dame? Seit Anfang diesen Monats lebt sie nun bei uns und sie hat nicht nur unsere Herzen, sondern auch die unserer Freunde und Nachbarn im Sturm erobert. Sie ist total lieb und kommt auch prima mit unseren Katzen Mia und Hexe zurecht. Deren Begeisterung hält sich zwar noch etwas in Grenzen und es gibt natürlich einen Sicherheitsradius. Aber sie haben bemerkt, dass Amy ganz ruhig ist und bald werden sie sich komplett an sie gewöhnt haben …
Foto oben: Sobald die Elbe Hochwasser hat, haben wir einen See im Garten!
Stimmung wie im Skiurlaub
Bei eisiger Kälte und Sonnenschein war es heute der perfekte Tag, endlich auf unserer zugefrorenen Wasserfläche im Garten meine ersteigerten Eisstöcke auszuprobieren.
Wie bei den Profis hat Tommi die Eisbahn immer wieder freigefegt!
Wir hatten unglaublichen Spaß und gegen die Kälte gab`s natürlich auch einen Glühwein.
Da es laut Wetterbericht der letzte kalte Wintertag sein soll, war es ein gelungener Abschied.
wenn da nicht die vielen Vorbereitungen, Erwartungen und Wünsche wären,
die wir glauben erfüllen zu müssen. Aber steckt in Weihnachten nicht ein ganz besonderes Wort – nämlich „achten“ ?
Achten wir also darauf, zur Ruhe zu kommen und Zeit für die Menschen zu haben, die uns wichtig sind. Aber auch Zeit zu finden für uns selbst. Denn Zeit ist das Kostbarste, was wir haben. Sie ist begrenzt und nicht wiederholbar. Und es gibt sie nirgends zu kaufen.
In diesem Sinne habe ich mir nun doch noch einmal die Zeit genommen, um mich bei Euch allen, die mich begleitet und mir Kommentare gesendet haben, von Herzen zu bedanken. Mein Blog kam in all dem Bau- und Umzugsstress und wegen Internet- und Computerproblemen leider komplett zum Erliegen.
Aber ich verspreche Euch, im neuen Jahr wieder durchzustarten und von unserem Landleben zu berichten.
Wo und wie immer Ihr auch die Feiertage zubringen möget und wie das kommende Jahr verlaufen wird: Euch und Eurer Familie, Groß und Klein, Alt und Jung, wünsche ich alle nur mögliche gute Zeit für- und miteinander.
Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr
Jeden Morgen, wenn ich aufwache, bin ich aufs Neue erstaunt, dass wir nun tatsächlich in der Lenzerwische leben. Ich komme mir vor wie im Urlaub, trotz all der Arbeit!
Nach 4 langen Wochen, in denen wir in der ersten Etage irgendwie zurechtkamen, konnten wir inzwischen auch das Erdgeschoss beziehen. Und ich habe wieder eine Küche – welch ein Luxus! Noch ist zwar nicht alles komplett aufgebaut und es wird auch noch einige Zeit dauern, bis alles seinen endgültigen Platz gefunden hat. Aber sie ist schon jetzt traumhaft schön. All meine Ideen nehmen nun Gestalt an und Stück für Stück komme ich unserem Traumhaus näher. Seit vielen Tagen kann ich nun wieder Kartons auspacken und es ist wie Weihnachten, all die in den letzten 3 Jahren gesammelten Fundstücke wiederzuentdecken und festzustellen, wie gut alles zusammenpasst. Und manch eine Überraschung ist dabei – denn einiges hatte ich schon vergessen. Ihr könnt Euch also sicher vorstellen, wie gut es mir zur Zeit geht. Und all das Chaos um mich herum macht mir daher gar nichts aus. Selbst putzen macht Spaß, wobei ich sicher bin, dass das ganz schnell wieder nachläßt.
Auch unsere Katzen fühlen sich wohl und es ist oft lustig, die beiden draußen auf der Wiese beim Spielen zu beobachten. Vorgestern sind dann zwei Waschbärjunge über unser Grundstück spaziert. Ich war total begeistert, obwohl die Nachbarn hofften, dass die beiden weiterziehen. Sind die zwei nicht süß? Sie sind dann einmal durch unser altes Haus marschiert und dann weiter zum nächsten Grundstück. Sicherlich ist es besser so, aber ich war doch ein bißchen traurig.
Nachdem der Frühling insgesamt zu trocken war, ist der Sommer nun sehr verregnet. Daher gab es in den für Jungstörche entscheidenden ersten Wochen zu wenig Käfer und Würmer. So ist unser Storchenbaby leider verhungert. Außerdem hat sich der Storchenpapa ziemlich rar gemacht und kaum bei der Futtersuche geholfen. Das war sicherlich auch ein Grund, dass das Kleine es nicht geschafft hat. Schade!
Ach ja – wir haben tatsächlich unsere Baugenehmigung für das alte Haus bekommen. Leider mit neuen Auflagen und einigen Änderungen. Aber wir wollten uns nicht mehr aufregen und haben beschlossen, nun das Beste daraus zu machen. Die Details erzähle ich Euch bei Gelegenheit. Dann also bis bald!
Wer will sich denn da noch aufregen?
Einwilligung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Einwilligung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Präferenzen
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.