Unser Nesthäkchen ist erwachsen geworden

und die Störche sind auch wieder da!

Das nenne ich einen Frühlingsanfang! Da hat unsere Charly doch klammheimlich Anfang Januar erste Liebeserfahrungen gemacht und nun prompt fünf Katzenbabys zur Welt gebracht. Sind sie nicht total süß????

Unser Nesthäkchen ist erwachsen geworden

Das Timing war leider ein bißchen ungünstig, da ich mit Thomas zum Geburtstermin nicht zu Hause war. So musste Benjamin zusammen mit Tommy Geburtshilfe leisten und alles alleine meistern. Wie Katzen aber eben so sind, hat sich Charly selbstverständlich den gemütlichsten Platz im Haus ausgesucht und kurzerhand Benjamins

Unser Nesthäkchen ist erwachsen geworden

Bettdecke zum Kreissaal ernannt. Dessen Begeisterung darüber hielt sich natürlich in Grenzen, aber inzwischen ist die ganze Katzenfamilie brav in den vorbereiteten Korb ins Esszimmer umgezogen und alle sind wieder zufrieden.

Die ersten ruhigen Wochen sind inzwischen natürlich vorbei und die Jungen gehen seit zwei Tagen schon auf kleine Entdeckungsreisen. Charly ist eine tolle Mama und hat natürlich im Moment alle Pfoten voll zu tun. Vier der Kätzchen sind schwarz-weiß – jedes ein bißchen anders – und eines ist grau getigert. Und wie alle Katzenbabys sind sie unwiederstehlich und ich könnte sie den ganzen Tag nur beobachten.

Unser Nesthäkchen ist erwachsen geworden

Leider gibt es nun aber zwischen Mia und der jungen Mama ziemlichen Streß und wir müssen ständig aufpassen, dass die beiden nicht im selben Raum sind. Die arme Mia hat schon einige Haare lassen müssen, da Charly ihre Jungen vehement verteidigt. So verbringt sie nun notgedrungen die meiste Zeit draußen und hält Sicherheitsabstand. Wir hoffen natürlich, dass die beiden sich wieder vertragen, sobald die Jungen ein neues Zuhause gefunden haben. Falls jemand aus der Prignitz also eines möchte, bitte einfach einen Kommentar senden!

Tja – und da wir dieses Jahr einen solch milden Winter hatten, sind vor fünf Tagen auch unsere Störche schon eingetroffen. Die Jungverliebten sind bereits eifrig dabei, das Nest zu renovieren und alles für ihre Storchenkinder gemütlich zu machen.

So warten wir nun auf den nächsten Nachwuchs – Fotos folgen dann natürlich!

Frühlingsgefühle auf der Baustelle

Kleine Bauernhaus-Verhüllung

Ich finde, dieses Foto erinnert sehr an die Reichstagsverhüllung 1995 in Berlin. Aber wir haben das an nur einem Tag geschafft und ohne jahrelange Vorplanung.Wahrscheinlich bleibt unser „Kunstobjekt“ noch bis in den Mai hinein verhüllt – wer weiß, vielleicht werden wir ja noch berühmt.

Und so sah es noch Ende Januar auf der Baustelle aus. Irgendwie wurde es zum Dejà-vu, denn es ist exakt zwei Jahre her, dass wir ebenfalls bei Schnee und eisiger Kälte Ende Januar das Dach auf unserem neuen Haus gedeckt hatten.

Frühlingsgefühle auf der Baustelle

Immerhin konnte man sich dieses Mal am Lagerfeuer etwas aufwärmen – Glühwein gab es aus Sicherheitsgründen aber keinen, nur heißen Kaffee.

Und so sieht unser Bauernhaus nun heute aus. Das Dach mit einer Gaube auf jeder Seite ist toll geworden. Die Verwandlung vom Aschenputtel zur Prinzessin hat begonnen.

Frühlingsgefühle auf der Baustelle

Die Gästezimmer in der ersten Etage werden eine traumhafte Aussicht über die Elbe haben. Und das gibt es in der Lenzerwische so sonst nirgends!

Auch ist das Wetter dieses Jahr wunderschön und bei 15°C in der Mittagssonne haben wir uns vom Winter verabschiedet und träumen vom Frühling!

… wird es sehr kompliziert!

Nun gut, es gab da ja noch die ILE. Die Gelder für diese Fördermaßnahme verteilt die EU und will damit speziell ländliche Gebiete fördern, in denen es keine Industrie und sonstigen Arbeitsplätze gibt. Wir ließen uns also von der ILE mehrmals, in größeren Abständen beraten bis wir uns schließlich tatsächlich entschlossen, diese Förderung in Anspruch zu nehmen.

Und da fingen die Probleme an. Denn die Zimmervermietung sollte immer mein Geschäft werden, wobei im Kaufvertrag mein Mann als Eigentümer angegeben ist. Außerdem wird er alle Baumaßnahmen auch bezahlen. Das ist in den Formularen aber so nicht vorgesehen. Mein Mann hat ein Geschäft und möchte keine Zimmervermietung machen – das will ja ich. Die ILE sagt nun, dass wir Fördergelder nur dann bekämen, wenn mein Mann offiziell den Antrag stellt und ich dann eben nur angestellt werde. Das war eigentlich nicht das, was wir wollten, aber es gab keinen anderen Weg.

Bedenkzeit hatten wir zum Schluss keine mehr, denn obwohl im Formular selber als Abgabetermin der 15. Januar 2012 angegeben war (und auch im Internet), war Abgabeschluss inoffiziell bereits der 10. Oktober 2011. Das hatten wir eigentlich auch nur zufällig erfahren und fielen damals wirklich aus allen Wolken. Nachdem unser Antrag von der zuständigen Sachbearbeiterin bearbeitet war, kamen die dersten Nachforderungen. Seltsamerweise war die Dame mit der Anordnung der Giebelfenster nicht einverstanden und wollte zusätzlich schon genau wissen, wie die Profilierung der Fenster sein würde. Dies wollte noch nicht einmal der Denkmalschutz, denn das sind Dinge, die sich während der Bauphase entscheiden und vom Denkmalschutz Zug um Zug genehmigt werden. Wir hatten in diesem Stadium ja noch nicht einmal einen Fensterbauer. Wir kontaktieren dann diese Dame und stellten fest, dass sie sich wohl übergangen fühlte und uns tadelte, dass wir nicht vor Einreichung des Antrages mit ihr Kontakt aufgenommen hätten um diese Details zu besprechen. Aber wir hatten ja eine Ansprechpartnerin und die hatte uns nie an jemand anderen verwiesen.

Wir machten also einen Termin und fuhren gemeinsam mit unserem Architekten zur ILE nach Neuruppin.

Denkmalschutz als Wirtschafsbremse

Wie Ihr inzwischen wißt, sind wir in die dünnbesiedelste Gegend Deutschlands gezogen. Die Menschen arbeiten hier imTourismus, in der Landwirtschaft und in kleinen Handwerksbetrieben. Viele Häuser stehen leer und die Jugendlichen ziehen weg, weil es hier keine Arbeit gibt.

Nachdem wir unser altes Bauernhaus 2008 gekauft haben und an die Planung gingen, mussten wir uns wie jeder andere auch Gedanken über die Finanzierung machen. Hilfe versprachen Wirtschaftsförderungen, die mit staatlicher Hilfe unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse geben.

Die Wirtschaftsförderung in Perleberg ermutigte uns dazu, das Bauernhaus als kleines Landhotel umzubauen. Ab 12 Zimmern und der Schaffung von Arbeitsplätzen sagten sie uns Zuschüsse in Höhe von ????? zu. Zusammen mit unserem Architekten erarbeiteten wir also einen ersten Plan, um damit Vorgespräche mit dem Denkmalschutz zu führen.

Dort

Da hatten wir aber die Rechnung ohne den Denkmalschutz gemacht. Denn die strichen uns schon einmal von vorneherein 5 Zimmer und erlaubten uns den Ausbau des Dachstuhls über der Tenne nicht. Was an sich schon seltsam ist, denn wir hätten in einer sehr ländlichen Gegend weitere Arbeitsplätze geschafft und die Lenzerwische einmal mehr für Touristen interessant gemacht.

Ende und Neuanfang

Im Rythmus der Jahreszeiten

! 2 0 1 4 !

Geht es Euch auch so? Ich brauche immer einige Tage, um mich an die neue Jahreszahl zu gewöhnen und regelmäßig verschreibe ich mich beim Datum. Und doch verfliegt die Zeit so schnell und der erste Monat des neuen Jahres ist schon fast wieder vorbei.

Den Januar mochte ich von allen Monaten des Jahres immer am wenigsten. Er ist lang, kalt, dunkel, die Freude und Aufregung über Weihnachten und Silvester sind vorbei und der Frühling ist noch sooo weit entfernt. Aber seit wir auf dem Land leben, lerne ich langsam wieder, mich auf den Zyklus der Natur einzulassen und sehe diese „erzwungene Ruhe“ positiv.

Ein ruhiger, stressfreier Jahresanfang tut gut und gibt mir Zeit, mich nicht nur in Gedanken auf das neue Jahr vorzubereiten. Zu wissen, wo man hin will, hilft, sich nicht zu verzetteln und das Wesentliche im Auge zu behalten. Und deshlab genieße ich diese Tage „vor dem Sturm“, tanke neue Kraft und bin neugierig auf das, was das neue Jahr bringen wird.

Dieser Jahresanfang war in ganz Deutschland recht mild und auch, wenn es manchmal nachts Minustemperaturen gab, konnte man das nicht wirklich als Winter bezeichnen. Die meisten Menschen freuen sich darüber, aber ich liebe glitzernde, schneebedeckte Landschaften – besonders bei strahlend blauem Himmel – und war daher glücklich über die wenigen Flocken, die bei uns dann doch noch vom Himmel fielen. Unsere Großbaustelle sieht nun gleich viel ordentlicher und heller aus und der Matsch hört auf, weil die Erde gefroren ist. Und ich bekomme Lust auf eine Schneeballschlacht, Schlittenfahren, Eisstockschießen oder einen Schneemann zu bauen – so wie im letzten März. Doch dafür reicht das bißchen Schnee leider nicht und so muss ich mich mit meinem Holzschneemann begnügen. Der ist aber doch auch toll, oder?

Die Arbeiter und Zimmerleute freuen sich natürlich nicht über die eisigen Temperaturen, die inzwischen hier im Norden herrschen. Tapfer haben alle trotzdem jeden Tag auf dem Dach und draußen gearbeitet. Als kleinen Dank gabs heißen Kaffee und einen warmen Pausenraum – immerhin.

Ende und Neuanfang

So sah unser altes Bauernhaus also letzte Woche aus. Eingepackt in Folie und Gerüsten war es so häßlich wie noch nie. Aber seht selbst, was ein bißchen Schnee bewirken kann. Alles Dunkle und Düstere ist verschwunden und nun dauert es auch nicht mehr lange, bis das Dach gedeckt ist. Und dann verschwinden immerhin die Seitengerüste !!!!

Ende und Neuanfang

So wünsche ich Euch allen noch einmal ein glückliches, zufriedenes, ideen- und erfolgreiches Jahr, in dem viel Zeit für ein Miteinander mit Familie und Freunden bleibt – und ganz viel Grund zu lachen.

Bis bald

Eure Christiane

Wie Ihr wisst, erhielten wir 2012 ja noch unsere Baugenehmigung für das alte Haus, allerdings erneut mit Einschränkungen von Seiten des Denkmalschutzes.
All unsere persönlichen Gespräche haben nichts genutzt und im Prinzip hätten wir uns alles sparen können. Am besten wäre es gewesen, unsere erste Planung als Bauantrag einzureichen. Dann wären wir zwar genauso weit wie jetzt, hätten aber einige Tausend Euro an Architektenkosten wegen der vielen Änderungszeichnungen gespart.

Hier also noch die letzten Ablehnungen, die uns mündlich natürlich nie so deutlich mitgeteilt wurden. Die Dachgaubenbreite wurde erneut verringert und darf aus historischen Gründen den Wohnteil nicht überschreiten.

„Dem Aufbau einer Dachgaube je Traufseite des Daches wird in der Breite des Wohnteils zugestimmt. Die geplante Gaube ist somit um ein Fensterfeld zu kürzen. Eine Belichtung des Bodens über Gaubenfenster wird damit ausgeschlossen.“

Wie schön wäre es gewesen, wenn Licht- und Sonnenstrahlen unsere Tenne von oben beleuchtet hätten. Auch die Proportionen hätten gepaßt und außer dem Denkmalschutz interessiert es sowieso niemanden, was historisch ist und was nicht. Zumal an unserem Haus über die Jahrhunderte und speziell zu DDR-Zeiten so viel verändert wurde, dass das meiste ja sowieso schon nicht mehr Original ist. Und überall findet man Beispiele, in denen Denkmalschützer offen für Neues und Modernes waren. Nicht so in Brandenburg! Obwohl auch hier am Deich entlang alle möglichen Dachgauben, in allen Größen und Formen auf niedersächsischen Hallenhäusern zu finden sind. Warum wir das dann nicht dürfen, verstehe ich nicht und kann es auch nicht akzeptieren.

Unsinnigerweise erlaubten sie uns dann folgendes:

“ Es besteht die Möglichkeit der Belichtung über den Einbau von Glasziegeln in den Dachflächen des Bodenraumes.“

Das das Dach isoliert wird, haben sie dabei wohl übersehen. Mal ganz davon abgesehen, dass sich auch über Geschmack streiten lässt. Und historisch ist das auch nicht.

Desweiteren wurden zusätzliche Öffnungen im Nordgiebel

„aus denkmalrechtlicher Sicht abgelehnt und daher „ist die erforderliche Belichtung entspr. § 40 Abs 2 BbgBO im Apartment 1 nicht mehr gegeben.“

Die Belichtung soll nur von der Westseite her erfolgen – d.h., wieder neue Zeichnungen, die zur Prüfung vorzulegen sind. (Es ist ja nicht so, dass sie unsere Pläne vorher schon einmal gesehen hätten!)

Die Krönung war dann aber die Maßgabe, dass

„vor Baubeginn Befunduntersuchungen zur Farbfassung und Befundlagen der Oberflächen durch einen Restaurator vorzunehmen sind. Für die Außenhülle betrifft dies die historischen(?) Fenster, das Tor, Gefache und das Holzfachwerk. Im Inneren des Gebäudes sind Untersuchungen stichprobenartig an Innenwänden und der Kaminanlage durchzuführen. Schlussfolgernd daraus ist ein materielles und farbliches Gesamtkonzept für das Gebäude bei der unteren Denkmalschutzbehörde zur Abstimmung einzureichen.“

Als wir das lasen, fühlten wir uns einfach nur ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Der Denkmalschutz war mehrmals in unserem Haus, kennt das Gebäude und die Gegebenheiten. Die alten, kaputten Holz-Stallfenster und die Plastikfenster aus DDR-Zeiten im Giebel müssen sie doch gesehen haben? Man sollte doch annehmen, dass gerade die Leute vom Denkmalamt Fachleute sind. Warum erstellen sie dann kein Farbkonzept für uns; das würde ich nämlich unter Zusammenarbeit verstehen. Aber hier werden wieder sinnlos und erneut Kosten verursacht und Gutachten erstellt, die dann abgeheftet werden und keinen Menschen interessieren.

Selbstverständlich gibt es noch eine Menge anderer Einschränkungen, alles muss fotografisch dokumentiert, abgestmmt und dem Denkmalschutz später übergeben werden. Auch müssen wir, sollten wir bei den Fundamentarbeiten auf Scherben, Knochen, Metallgegenstände etc. treffen, diese unverzüglich anzeigen.

„Die Fundstätte und die Funde sind nach § 11 Abs 3 BbgDschG bis zum Ablauf von einer Woche in unverändertem Zustand zu erhalten. Innerhalb dieser Zeitspanne erfolgt so schnell als möglich eine Begutachtung durch das Fachpersonal der Denkmalbehörden.“

Sicherlich erinnert Ihr Euch noch an die Archäologie-Geschichte. Das Fachpersonal bestand damals aus Archäologen, die wir bezahlen mussten, von den Kosten der Bauverzögerung ganz zu schweigen.

Da wir gerade von Geld sprechen. Auch wenn wir mit der Baugenehmigung nicht einverstanden gewesen wären und Widerspruch eingereicht hätten, hätten wir die Gebühren bezahlen müssen.

„Auch im Falle eines Widerspruchs sind die Gebühren nach §80 Abs. 2 Nr.1 VwGO zu zahlen.“

Und wenn wir dann nicht gebaut hätten, wären 4000,– € einfach weg gewesen. Komisch, oder?

Weihnachten ist schon wieder vorbei

Foto oben: Sonnenschein am letzten Tag des alten Jahres

und erneut Zeit, das alte Jahr zu verabschieden!

Eigentlich sind die Tage zwischen Weihnachten und Silvester immer die ruhigsten und beschaulichsten des ganzen Jahres. Der Weihnachtsstreß ist vorbei, die Weihnachtsgans verspeist, alle Grüße und Neujahrswünsche verschickt und die Büropost wird erst im neuen Jahr geöffnet.

Man hat endlich Zeit durchzuatmen, kann morgens ausschlafen, lange frühstücken, mal wieder lesen oder einfach ohne schlechtes Gewissen auf der Couch vor dem Fernseher faulenzen.

Ich genieße die Ruhe, denn auch die Handwerker machen Pause und arbeiten erst Mitte Januar (so der Wettergott mitspielt) wieder weiter. Kein Hämmern, Bohren oder Klopfen stört die Stille – ach, ist das toll!

Zum Ende des Jahres war es leider wieder einmal viel zu hektisch. Bis zum Schluss wurde an der restlichen Außenverkleidung, am Dach des alten Hauses und am Carport gearbeitet. Und tatsächlich wurden einen Tag vor Weihnachten wie versprochen alle Gerüste an Werkstatt und Carport abgebaut. Mein schönstes Weihnachtsgeschenk!

Hinzu kam dann noch, dass wir unser Haus in der alten Heimat verkaufen konnten und wir im neuen Jahr nun eine Sorge weniger haben. Zwar mussten wir nun kurzfristig zum Notartermin ins 700 km entfernte Saarland, was meine Weihnachtsplanung natürlich komplett durcheinandergewürfelt hat. Es war aber dann doch schön, alle Ex-Nachbarn wiederzutreffen und es gab viel zu erzählen. Ein bißchen Wehmut ist selbstverständlich immer dabei, wenn ein Lebensabschnitt beendet ist und all die alten Erinnerungen wieder da sind. Aber wir haben so viele Pläne und Ideen für die Zukunft, dass zum Traurigsein noch lange kein
Grund besteht.

So hoffe ich, dass auch Ihr alle rückblickend auf ein gutes Jahr schauen könnt, positive Gedanken mit ins Neue nehmt und wünsche Euch für 2014 Gesundheit, Glück und jeden Tag ein bisschen Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Auch möchte ich mich bei Euch allen bedanken und freue mich schon darauf, Euch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen.

Herzlich

Eure Christiane

Jahresende 2013 auf der Großbaustelle
Jahresende 2013 auf der Großbaustelle
Vom Indian Summer auf Norddeutsch

direkt in den grauen und regnerischen November!

Und aufs Neue ist uns diesen Herbst die Zeit einfach davongelaufen. So sah unser Haus im Oktober aus, in dem wir noch viele schöne Sonnentage genießen konnten, auch wenn es abends bereits merklich kühl war.

Inzwischen haben wir schon wieder Mitte November und gehen mit Riesenschritten auf die Weihnachtszeit zu.

Grund für mich, Euch schnell noch zu zeigen, was sich hier seither alles verändert hat.

Vom Indian Summer auf Norddeutsch

Mit Riesenschritten geht es aber auch an unserer Großbaustelle Bauernhaus voran, auch wenn zunächst immer noch mehr abgerissen als aufgebaut wird. Alle Böden und Decken sind inzwischen entfernt worden und auch der Südgiebel war nicht zu retten. Glücklich waren wir darüber, dass der Denkmalschutz zugestimmt hat, den Giebel wieder in Fachwerk aufzubauen und auch mit unseren bisherigen Baumaßnahmen zufrieden war.

Vom Indian Summer auf Norddeutsch

Irgendwie erinnert mich dieser Anblick nun an ein altes Puppenhaus und auch Spaziergänger und Radfahrer bleiben oft stehen und bestaunen die Bauarbeiten. Es ist unglaublich, dass dieses Riesenhaus tatsächlich stehen bleibt, obwohl es auf einer Seite komplett in der Luft hängt. Hut ab vor den alten Baumeistern!

Nun freuen wir uns darauf, wenn das Fachwerk und das Dach neu aufgebaut werden und hoffen, dass das Wetter mitspielt und es nächste Woche endlich losgeht.

Vom Indian Summer auf Norddeutsch

Das nasskalte Wetter ist natürlich inzwischen auch hier in der Lenzerwische angekommen und Nebelschwaden und Raureif verbreiten ihre mystische Stimmung. Aber bei Kerzenschein und einer heißen Tasse Kakao sind die grauen Tage nur halb so schlimm.

Eine Bootstour, die ist lustig

eine Bootstour, die ist toll!

Das war mal ein Ausflug der anderen Art. Letzten Samstag machte Tommi sein Boot klar, um mir und Monika einmal den Elbealtarm auf der anderen Seite zu zeigen. Das Wetter spielte auch mit und so konnte ich mir zum ersten Mal vom Wasser aus unser Ufer anschauen. Amy war sehr erstaunt, als ich einfach ohne sie wegfuhr. Aber selbstverständlich blieb sie nicht alleine zurück und Thomas und Rolf kümmerten sich um sie.

Eine Bootstour, die ist lustig

Wir tuckerten also quer über die Elbe und fuhren langsam in den Altarm. Wie musste das zu DDR-Zeiten wohl gewesen sein. Den Westen so nahe und doch unerreichbar zu wissen. Wir haben einige Geschichten gehört von Leuten, die hier nachts über die Elbe flüchteten – und manche kamen nach der Wende auch wieder zurück. Man mag sich das gar nicht mehr vorstellen – und wir können das wohl auch nicht. Gott sei Dank gehört diese Zeit aber der Vergangenheit an und wir können heute alle diese herrliche Natur genießen.

Eine Bootstour, die ist lustig

Ich war sehr erstaunt, dass das Ufer auf der „Westseite“ ursprünglicher und fast ein bißchen verwunschen aussieht. Klar, auf dieser Seite durfte alles wachsen wie es wollte, wohingegen auf der DDR-Seite der Kontrolle wegen Bäume und Sträucher immer geschnitten wurden. Daher sind die Ufereichen bei uns eben erst ca. 25 Jahre alt. Wir konnten auch viele Spuren von Bibern entdecken, doch leider versteckten sich die scheuen Tiere vor uns, obwohl wir den Motor ausmachten und still und leise über das Wasser ruderten. Aber auch das war toll.

So gaben wir irgendwann auf und machten uns auf den Heimweg. Dabei konnten wir noch einen Fischer beobachten, der seine Netze kontrollierte – so wie es schon seit vielen Generationen gemacht wird. Die Ausbeute war allerdings mehr als traurig und man kann diese Menschen nur bewundern, die so viel Zeit und Mühe verwenden, alte Berufe und Traditionen weiterzuführen. Wie lange es wohl so etwas noch geben wird?

Eine Bootstour, die ist lustig

Auf jeden Fall war es ein unvergesslicher Ausflug und tausend Dank an dieser Stelle an Dich, lieber Tommi.

Ein DDR-Relikt verschwindet

Foto oben: Der Südgiebel mit den Plastikfenstern und dem weißen Anbau rechts

Abriss des hässlichen Anbaus

Ein DDR-Relikt verschwindet

Gestern war ein großer Tag für unser denkmalgeschütztes Bauernhaus und auch für uns. Denn der zu DDR-Zeiten angebaute Eingangsbereich wurde endlich abgerissen. Solche Vorbauten waren damals sehr beliebt und man kann sie auch heute noch an vielen Häusern sehen. Sie mögen ja auch praktisch gewesen sein, aber zu unserem Bauernhaus passte es überhaupt nicht.

Ein DDR-Relikt verschwindet

Im Zuge dieser Baumaßnahme wurden damals wahrscheinlich auch die alten Holzfenster gegen die Plastikfenster im Südgiebel ausgetauscht, so dass das ganze Haus seinen Charme verlor. Der alte Spruchbalken wurde dabei ebenfalls einfach entfernt und wir konnten leider nicht in Erfahrung bringen, was ursprünglich einmal darauf stand.

Seit einigen Wochen wurde auch fleißig im Wirtschaftsteil gearbeitet und von den alten Hühner- und Schafställen ist inzwischen nichts mehr zu sehen. Der gesamte Teil wurde entkernt, erhielt neue Fundamente und eine Bodenplatte. Und ich finde, man kann sich die Gästezimmer schon richtig gut vorstellen!

Ein DDR-Relikt verschwindet

Nun ist endlich der Wohnteil an der Reihe und auch hier ist die Westseite schon entkernt und die Fundamente wurden erneuert. Mit großer Sorgfalt und viel Gefühl für die Bausubstanz bearbeiteten unsere Leute die alten Balken und schnitzen teilweise sogar Holzverbindungen von Hand. Diesem schönen alten Bauernhaus wieder Stück für Stück neues Leben einzuhauchen, ist für uns all die Mühe wert. Wir wollen eine Brücke bauen zwischen dem Gestern und Heute und können nur hoffen, dass uns der Denkmalschutz keine weiteren Steine mehr in den Weg legt.

Ein DDR-Relikt verschwindet